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Geschlechterverhältnisse in den Religionen der Welt

Weltweit und in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern haben die Geschlechterverhältnisse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen grundsätzlichen Wandel und eine einschneidende Neuordnung erlebt. Demgegenüber wurde in diesem Zusammenhang die Wahrnehmung von Religion in der westeuropäischen Moderne vor allem durch die Auffassung bestimmt, dass ihr sowohl gesellschaftliche Motivations- als auch Integrationskraft verloren gegangen ist, weil sie ihr eigenes Selbstverständnis zu wenig überprüft und nicht differenziert genug befragt hat. Dieses kritische Erleben wurde in jüngerer Vergangenheit jedoch verstärkt dadurch aufgebrochen, dass Religion als Ausgangspunkt und gleichzeitig als Antrieb und Ort für gesellschaftlichen Wandel neu entdeckt und erkannt wurde. Weil dabei insbesondere die Geschlechterverhältnisse zum Thema geworden sind, widmet sich diese GENDER-Ausgabe als Schwerpunktheft der Auseinandersetzung mit dem institutionellen Kern innerhalb verschiedener (Welt-)Religionen, die häufig männlich dominiert sind. Die unterschiedlichen Beiträge aus Religionswissenschaft, Soziologie und Theologie reisen u. a. nach Indien, Ägypten und Israel und geben einen umfassenden Einblick in die „Geschlechterverhältnisse in den Religionen der Welt“.

Herausgeberinnen: Sabine Schäfer, Heidemarie Winkel