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Geschlechtertheorie und Diversity Management 

Gender zählt zur wichtigsten Dimension des Diversity Managements und zeichnet sich in diesem Zusammenhang im deutschsprachigen Raum durch eine große Relevanz aus. Vielfaltsmanagement wird hier dennoch, im Gegensatz zum ursprünglichen Verständnis dieses Konzepts, überwiegend im Hinblick auf ökonomischen Nutzen und damit in enger Verknüpfung mit dem „Business Case“ betrachtet. Dies hat ein stark verkürztes Verständnis zur Folge, das mögliche Beziehungen zwischen Geschlechtertheorie und Diversity Management deutlich begrenzt. Mit dem Schwerpunktthema dieser GENDER-Ausgabe sollen neue Verbindungslinien aufgezeigt und Versuche unternommen werden, binäre Setzungen neu zu durchdenken oder zu überwinden. Die verschiedenen, hier ausgewählten Beiträge fragen nach dem Zusammenhang zwischen Ökonomisierung und Gleichstellungspolitik, Gender und Diversity im Sport sowie Managing Gender und Diversity Mainstreaming an Hochschulen im Spannungsfeld von Theorie und Praxis.

Herausgeberinnen: Verena Bruchhagen, Iris Koall, Beate Kortendiek, Julia Nentwich, Ursula Offenberger