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Transnationalisierung und Gender

Während sich unser Denken lange Zeit auf vielfältige Weise in staatlichen Grenzen bewegt hat, entwickelt sich mit der Globalisierung zunehmend ein Raumbegriff, der über diese hinausweist und gleichzeitig auf sie zurückwirkt. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Prozess der Transnationalisierung, in welchem sich nicht nur eine Mobilität von Menschen erkennen lässt, sondern genauso von Ideen über mehrere Nationen hinweg. Dies ist eine Entwicklung, die durch das Internet eine rasante Beschleunigung erfahren hat. Mit der vorliegenden GENDER-Schwerpunktausgabe sollen neue Sichtweisen eröffnet werden, die sich mit den Auswirkungen von Transnationalisierungsprozessen auf Geschlechterordnungen auseinandersetzen. Die vielfältigen Beiträge reflektieren die Einflüsse von transnationaler Mobilität auf Arbeits- und Lebenswelten, die Frauenbewegung und die Identitätsbildung. Sie stoßen im deutschsprachigen Raum damit eine breit angelegte Diskussion über den intersektionellen Zusammenhang von Migration, Männlichkeiten, Weiblichkeiten und Ethnizität an, die es weiterzuführen gilt.

Herausgeberinnen: Carola Bauschke-Urban, Sigrid Metz-Göckel