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New Perspectives on Violence

Die geschlechterkritische und feministische Gewaltforschung hat in den letzten zehn Jahren an interdisziplinärer Breite gewonnen, was sich auch in der Vielfalt der Beiträge aus politik- und sozialwissenschaftlicher, erziehungs- und pflegewissenschaftlicher, psychologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive in dieser GENDER-Ausgabe widerspiegelt. Als charakteristisch erweist sich hierbei das Spannungsverhältnis zwischen Opferzuschreibung und Subjektpositionen von Frauen. Länderbezogene Analysen bieten Einblicke in geschlechtsspezifische Gewaltmuster aus Südafrika und Mexiko. Überlegungen zur Täterinnenschaft werden anhand des Typus der weiblichen Heldin im Horrorfilmgenre skizziert. Der Gewaltforschung in der Pflegewissenschaft und Gerontologie, die noch am Anfang steht, jedoch aufgrund der demografischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird mit einem Beitrag über Geschlecht und Gewalt gegenüber Pflegebedürftigen Rechnung getragen. Bei aller Unterschiedlichkeit eint diese und die anderen Beiträge des Schwerpunktthemas das Erkenntnisinteresse, Ansätze zum Abbau der untersuchten Gewaltformen zu finden.

Herausgeberinnen: Beate Kortendiek, Monika Schröttle