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Verwandtschaftsverhältnisse – Geschlechterverhältnisse im 21. Jahrhundert

Genealogie und Verwandtschaft sind heute mehr denn je Gegenstände gesellschaftlicher Aushandlung: Neue biopolitische, soziale und rechtliche Formen des Verwandtseins definieren die Geschlechterordnungen grundlegend um. Die Zugriffsweisen der Kultur- und Sozialanthropologie allein werden der Komplexität von Verwandtschaftsverhältnissen im 21. Jahrhundert daher nicht mehr gerecht. Im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe wird eine erweiterte kulturwissenschaftliche Perspektive hergestellt.

Der Offene Teil der Zeitschrift enthält einen geschichtswissenschaftlichen Beitrag zu den Handlungs­spielräumen für weibliche Büroangestellte im ersten Weltkrieg, eine quantitative Studie zu geschlechtsbedingten Verdienstunterschieden bei Promovierten, eine qualitative Untersuchung zu öffentlichen und wissenschaftlichen Diskursen um Vereinbarkeit in der Alltagskommunikation von berufstätigen Müttern sowie erste Ergebnisse eines Forschungs-Praxis-Projekts gegen soziale Isolation und digitale Exklusion älterer Menschen.

Vier Rezensionen zu aktuellen Publikationen der Geschlechterforschung runden das Heft wie immer ab.

Herausgeberinnen: Sigrid Nieberle, Barbara Schaff, Jenny Bünnig

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