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Gender und Care

Der Bereich der Care-Arbeit, d.h. der Tätigkeiten rund um die Pflege und Fürsorge von hilfsbedürftigen Personen, häufig Familienmitgliedern,  befindet sich im Zuge veränderter Familiengefüge und demografischer Entwicklungen im Wandel. Die Schwerpunktbeiträge dieser  GENDER-Ausgabe beschäftigen sich mit der Frage, welche Auswirkungen der wachsende  Bedarf und die neuen Anforderungen an Fürsorge-Tätigkeiten haben und  in welchem Wechselverhältnis diese zu sich ebenfalls wandelnden Geschlechterverhältnissen stehen. Dabei wird auch die Aufteilung in staatliche und private Leistungen der Care-Arbeit in den Blick genommen, wobei der Zusammenhang mit Geschlechterbeziehungen stets im Blickfeld bleibt. Die Autorinnen untersuchen den gesellschaftlichen Stellenwert von Care-Leistungen, ihren Neuzuschnitt sowie damit einhergehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und fragen, wie eine geschlechtergerechte Verteilung der Fürsorge-Tätigkeiten aussehen könnte. So werden z.B. die veränderte Arbeitsteilung in Familien aufgrund gemeinsamer Elternschaft und die Verbindungen zwischen Care-Arbeit und den Kategorien Klasse, Geschlecht und kultureller Herkunft anhand von Pflegeeinrichtungen in Frankreich beleuchtet.

Herausgeberinnen: Birgit Riegraf, Sigrid Metz-Göckel, Hildegard Theobald